Beratungsmodul: Actstorming

Das Actstorming* ähnelt dem Brainstorming, mit dem Unterschied, dass bei dieser Methode verschiedene Verhaltens- oder Formulierungsvorschläge in wörtlicher Rede gegeben werden. Actstorming eignet sich immer dann, wenn der Fallerzähler Ideen braucht, wie er sich einer Person gegenüber konkret verhalten soll, beispielsweise: "Mit welchen Formulierungen kann ich den Mitarbeiter auf sein störendes Verhalten ansprechen, ohne dass er gleich dicht macht?" oder "Wie soll ich das nächste Mal die Besprechung eröffnen, nachdem die letzte so chaotisch verlaufen ist?".

Zum Actstorming kann in der Mitte ein kleines Szenario aufgebaut werden, das dem eines Rollenspiels ähnelt: ein Stuhl für die Ideenproduktion und ein weiterer Stuhl gegenüber für die Person, der etwas mitgeteilt werden soll. Der letztere Stuhl bleibt allerdings leer, er dient nur als Orientierungspunkt für die Ansprache der Ideengeber.

Nacheinander setzen sich die Ideengeber auf den Stuhl des Protagonisten und nennen ihre Formulierungsvorschläge in Wortwahl und Tonfall, so dass der Fallerzähler sich die Beispiele anhören kann.

* Nach: Redlich, Alexander (1994): Berufsbezogene Supervision in Gruppen. Band 19 der Materialien aus der Arbeitsgruppe Beratung und Training. Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg.

Weitere Beratungsmodule für diese Phase:

Ideen sammeln /
Brainstorming
Kopfstand-
brainstorming
Schlüsselfrage
(er-)finden
Actstorming Resonanzrunde Gute Ratschläge

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